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Ernährung PRAL Tabelle

Basische Lebensmittel: Die komplette Tabelle mit PRAL-Werten (2025)

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Basentracker Team

Stell dir vor, du stehst im Supermarkt und hältst einen Joghurt in der Hand. Du hast gerade gelesen, dass basische Ernährung gut für dich sein soll, aber du fragst dich: Ist Joghurt jetzt gut oder schlecht? Oder du erinnerst dich, irgendwo gelesen zu haben, dass Zitrone basisch sein soll, obwohl sie doch eindeutig sauer schmeckt. Das ergibt keinen Sinn, und du bist nicht die Einzige, die an dieser Stelle verwirrt ist.

Genau diese Verwirrung bringt die meisten Menschen früher oder später zum Aufgeben, nicht mangelnde Motivation, sondern das Chaos widersprüchlicher Informationen. Dieser Artikel räumt damit auf. Du bekommst eine klare, übersichtliche Tabelle mit konkreten Werten, eine verständliche Erklärung dahinter und eine ehrliche Antwort darauf, wie du das Ganze im Alltag nutzen kannst, ohne Stress und ohne Perfektion.


Was bedeutet basisch überhaupt?

Unser Körper ist ein Meister darin, sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen. Der pH-Wert im Blut zum Beispiel liegt immer in einem sehr engen Bereich, das ist lebenswichtig und wird vom Körper streng reguliert. Was wir mit unserer Ernährung beeinflussen können, ist nicht der Blut-pH selbst, aber sehr wohl, wie viel Arbeit der Körper dafür leisten muss.

Wenn wir viele säurebildende Lebensmittel essen, also Fleisch, Käse und Weißbrot, müssen die Nieren mehr Säure ausscheiden und der Urin wird saurer. Essen wir dagegen viele basische Lebensmittel wie Gemüse und Obst, entlasten wir den Körper. Der Urin wird basischer und der gesamte Stoffwechsel läuft entspannter. Das ist im Grunde alles, was du an dieser Stelle wissen musst, keine Chemie-Vorlesung und kein erhobener Zeigefinger.


Was ist der PRAL-Wert, und warum ist er wichtiger als der Geschmack?

Hier liegt das eigentliche Geheimnis hinter der Zitronenverwirrung. Der Geschmack eines Lebensmittels sagt absolut nichts darüber aus, wie es im Körper wirkt. Eine Zitrone schmeckt sauer, hat aber eine stark basische Wirkung im Körper. Wie ist das möglich?

Die Antwort liegt im PRAL-Wert. PRAL steht für Potential Renal Acid Load, auf Deutsch etwa die potenzielle Säurelast für die Nieren. Dieser Wert wurde in den 1990er Jahren von den Ernährungswissenschaftlern Remer und Manz entwickelt und beschreibt, wie ein Lebensmittel nach der Verstoffwechselung im Körper wirkt, nicht wie es schmeckt.

Merke: Je negativer der PRAL-Wert, desto basischer wirkt das Lebensmittel im Körper. Je positiver, desto mehr Säure entsteht bei der Verdauung.

Zurück zur Zitrone: Ihr PRAL-Wert liegt bei −1,93, sie ist also basisch bildend, obwohl sie sauer schmeckt. Das liegt daran, dass sie viel Kalium und Magnesium enthält, die nach der Verstoffwechselung basische Verbindungen bilden. Gleichzeitig gibt es Lebensmittel, die harmlos klingen, Haferflocken etwa, aber mit einem PRAL-Wert von +9,72 deutlich säurebildend sind.

💡 Merksatz

Der Geschmack lügt, der PRAL-Wert nicht. Das ist der einzige Unterschied, den du dir merken musst.


Die Tabelle mit basischen und säurebildenden Lebensmitteln

Die Werte in der folgenden Tabelle stammen direkt aus der Basentracker-App und wurden nach der wissenschaftlichen Remer-&-Manz-Formel berechnet. Ein negativer Wert bedeutet basisch bildend, ein positiver Wert bedeutet säurebildend, gemessen je 100 g des Lebensmittels.

🌿 Stark basisch — PRAL unter −5

Lebensmittel PRAL-Wert (pro 100 g)
Getrocknete Feigen −14,06
Rosinen −12,12
Datteln −11,91
Spinat (frisch) −11,84
Avocado −8,19
Mangold −8,14
Rucola (frisch) −7,86
Banane −6,46
Kartoffel (gekocht) −5,16

🥗 Leicht basisch — PRAL −5 bis 0

Lebensmittel PRAL-Wert (pro 100 g)
Aprikosen (frisch) −4,33
Zucchini −4,34
Karotten (roh) −4,48
Brokkoli −3,77
Tomaten −3,73
Paprika (rot) −3,42
Orangen −3,34
Gurke −2,88
Erdbeeren −2,78
Sellerie (roh) −2,39
Rotwein −2,20
Wassermelone −2,00
Zitronensaft −1,93
Äpfel −1,75
Blaubeeren −0,26

⚖️ Neutral — PRAL um 0

Lebensmittel PRAL-Wert (pro 100 g)
Kaffee (schwarz, ungezuckert) −0,96
Zucker −0,06
Olivenöl 0,00
Wasser (still) 0,00
Kräutertee 0,00
Vollmilch +0,15
Joghurt (3,5 % Fett) +0,22
Cola +0,22
Butter +0,36

⚠️ Leicht säurebildend — PRAL 0 bis +5

Lebensmittel PRAL-Wert (pro 100 g)
Weißer Reis (gekocht) +1,73
Weißbrot +2,90
Vollkornbrot +4,71
Eier +5,52

🔴 Stark säurebildend — PRAL über +5

Lebensmittel PRAL-Wert (pro 100 g)
Quark (Magerstufe) +6,12
Rindfleisch (mager) +9,64
Haferflocken +9,72
Thunfisch (aus der Dose) +9,85
Wurst (Salami) +10,55
Hähnchenbrust +14,10
Mozzarella +15,30
Hartkäse (Cheddar) +16,85
Hartkäse (Parmesan) +21,36

ℹ️ Hinweis zu den Werten

Die PRAL-Werte in dieser Tabelle stammen direkt aus der Basentracker-App und wurden nach der wissenschaftlichen Formel von Remer & Manz berechnet. Kleine Abweichungen je nach Anbauart, Sorte oder Verarbeitungsgrad sind möglich.


Die häufigsten Irrtümer über basische Ernährung

Rund um basische Ernährung kursieren viele Halbwahrheiten im Internet. Hier sind die drei, auf die du am häufigsten stößt.

Irrtum 1: „Sauer schmecken = säurebildend”

Das klassische Missverständnis. Der Geschmack entscheidet gar nichts. Zitronensaft schmeckt sauer, hat aber einen PRAL-Wert von −1,93 und wirkt damit klar basisch im Körper. Maßgeblich ist allein, was nach der Verdauung passiert, und das zeigt der PRAL-Wert.

Irrtum 2: „Gesund essen bedeutet automatisch basisch essen”

Leider nein. Haferflocken zum Frühstück gelten zurecht als gesund, aber mit einem PRAL-Wert von +9,72 sind sie deutlich säurebildend. Ähnliches gilt für Quark, Vollkornbrot oder Eier. Das macht sie nicht zu schlechten Lebensmitteln, aber es zeigt, dass „gesund” und „basisch” nicht dasselbe sind.

Irrtum 3: „Man muss komplett auf Säurebildner verzichten”

Das wäre weder realistisch noch nötig. Es geht um die Balance über den Tag, nicht um Perfektion bei jeder Mahlzeit. Ein Steak zum Abendessen ist kein Problem, wenn der restliche Tag basisch war. Die Gesamtbilanz zählt, nicht die einzelne Entscheidung.


Wie nutze ich diese Tabelle im Alltag?

Die gute Nachricht: Du musst keine einzige Zahl auswendig lernen. Was zählt, ist das Gesamtbild über den Tag, nicht ob jedes einzelne Lebensmittel perfekt ist.

Eine einfache Faustregel, die in der Praxis gut funktioniert: Ungefähr zwei Drittel des Tages basisch essen, ein Drittel darf säurebildend sein. Das bedeutet, du kannst deinen Kaffee am Morgen behalten und abends Hähnchen essen. Solange du morgens und mittags konsequent auf Gemüse, Obst und basische Zutaten setzt, ist deine Tagesbilanz am Abend in aller Regel im positiven Bereich.

Wer morgens und mittags konsequent basisch isst, hat abends schon fast gewonnen — ganz egal, was auf dem Grill liegt.

Der schwierigere Teil ist nicht das Wissen, sondern das Nachhalten. Wer ehrlich wissen will, ob der Tag wirklich basisch war, muss irgendwie Buch führen. Und hier scheitern die meisten, nicht an Disziplin, sondern am Aufwand. Eine Tabelle auf dem Kühlschrank hilft kurzfristig, Excel-Tabellen werden nach einer Woche nicht mehr geöffnet. Was im Alltag wirklich funktioniert, muss in Sekunden gehen, nicht in Minuten.

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Was du jetzt weißt

Basische Ernährung ist weniger kompliziert, als das Internet es macht, aber komplizierter, als das bloße Auge sieht. Der Geschmack täuscht, Tabellen widersprechen sich, und manche Lebensmittel überraschen. Mit dem PRAL-Wert bekommst du eine verlässliche, wissenschaftlich fundierte Grundlage, die für alle Lebensmittel nach derselben Formel berechnet wird.

Die Tabelle in diesem Artikel gibt dir einen soliden Einstieg. Wenn du das Ganze konsequent in deinen Alltag integrieren möchtest, brauchst du kein auswendig gelerntes Regelwerk, sondern ein Werkzeug, das einfach mitdenkt und dir am Ende des Tages eine klare Antwort gibt: basisch oder sauer.