Die 10 basischsten Obstsorten — PRAL-Wert Ranking (2025)
Basentracker Team
Die basischsten Obstsorten nach PRAL-Wert sind Avocado, Dattel, Aprikose, Banane, Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Guave, Kiwi, Passionsfrucht und Feige. Alle haben einen negativen PRAL-Wert und wirken damit basisch bildend im Körper. Die Avocado führt das Ranking mit einem PRAL-Wert von −9,9 an.
Obst und basische Ernährung — was steckt dahinter?
Obst hat einen Ruf, der es in der basischen Ernährung manchmal in eine Grauzone rückt. Zu viel Fruktose, zu viel Säure, zu viel Zucker, heißt es. Dabei ist fast jede Obstsorte basisch bildend im Körper, egal wie sauer sie schmeckt. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Geschmack, sondern im PRAL-Wert, also in den Mineralien, die nach der Verstoffwechselung übrig bleiben.
Zitrone schmeckt sehr sauer, hat aber einen PRAL-Wert von −4,0 und wirkt basisch. Fleisch schmeckt neutral, hat aber einen stark positiven PRAL-Wert und wirkt säurebildend. Das Ranking hier zeigt, welche Obstsorten diesen basischen Effekt am stärksten entfalten, sortiert nach exakten Werten aus der Basentracker-Datenbank.
Dieses Ranking enthält ausschließlich Obstsorten, die in deutschen Supermärkten oder auf Wochenmärkten erhältlich sind. Die vertrauten Klassiker wie Apfel, Erdbeere, Mango und Himbeere kommen im Abschnitt weiter unten mit ihren genauen PRAL-Werten.
ℹ️ PRAL-Wert erklärt
Was der PRAL-Wert bedeutet und wie er berechnet wird, erklären wir ausführlich hier: Basische Lebensmittel — die komplette Tabelle mit PRAL-Werten
Das Ranking — die 10 basischsten Obstsorten
Die Reihenfolge basiert auf den exakten PRAL-Werten aus der Basentracker-Datenbank. Alle Werte beziehen sich auf 100 g der Frucht im angegebenen Zustand.
Avocado (reif)
PRAL −9,9Die Avocado ist botanisch eine Frucht und führt das Obst-Ranking mit PRAL −9,9 an, und das als eine Sorte, die im deutschen Alltag problemlos erhältlich ist. Ihr hoher Kaliumgehalt und der im Vergleich niedrige Phosphoranteil sorgen für den stark negativen PRAL-Wert. Gleichzeitig liefert sie wertvolle ungesättigte Fettsäuren, sättigt gut und passt zu süßen wie herzhaften Gerichten.
Alltagstipp: Avocado täglich auf den Speiseplan bringen, als Aufstrich, im Salat, als Beilage oder pur mit etwas Zitronensaft und Salz. Eine der zugänglichsten Möglichkeiten, die tägliche Basisbilanz deutlich zu verbessern.
Dattel (frisch)
PRAL −7,8Frische Datteln folgen mit PRAL −7,8 auf Platz zwei. Der Grund liegt im hohen Kaliumgehalt bei gleichzeitig niedrigem Phosphoranteil. Interessant: Getrocknete Datteln, wie sie meist im Supermarkt liegen, kommen sogar auf PRAL −13,4, weil sich die Nährstoffe beim Trocknen stark konzentrieren.
Alltagstipp: Zwei bis drei Datteln als Snack zwischendurch oder als natürliches Süßungsmittel in Smoothies und Porridge. Sättigend, basisch und ohne jeden Aufwand.
Aprikose (frisch)
PRAL −7,2Aprikosen sind die basischste Steinfrucht in diesem Ranking und liegen mit PRAL −7,2 sogar vor der Banane. Den Ausschlag gibt ihr hoher Kaliumgehalt bei sehr wenig Eiweiß und Phosphor. Die Saison für frische Aprikosen ist kurz, sie reicht vom Frühsommer bis in den August. Getrocknete Aprikosen kommen auf PRAL −21,8 und sind das ganze Jahr erhältlich.
Alltagstipp: Frische Aprikosen halbieren und pur essen oder in den Joghurt schneiden. Außerhalb der Saison sind getrocknete Aprikosen in kleinen Mengen die basische Alternative.
Banane (reif)
PRAL −6,4Die Banane ist die bekannteste basische Frucht im Alltag und mit PRAL −6,4 zu Recht ein Fixpunkt der basischen Ernährung. Ihr sehr hoher Kaliumgehalt ist der Hauptgrund für den stark negativen PRAL-Wert. Wichtig: Reife Bananen mit gelber, leicht gefleckter Schale sind basischer als unreife grüne, weil sich die Nährstoffzusammensetzung beim Reifen verändert. Gleichzeitig sättigen sie gut und liefern schnell verfügbare Energie.
Alltagstipp: Banane als Frühstückszutat oder Smoothie-Basis, immer reif, nie grün. Eine der einfachsten Möglichkeiten, den Tages-PRAL-Wert schnell in den negativen Bereich zu bringen.
Schwarze Johannisbeere (frisch)
PRAL −5,5Schwarze Johannisbeeren sind knapp basischer als ihre rote Schwester (PRAL −5,3) und mit PRAL −5,5 die stärkste heimische Beerenfrucht in diesem Ranking. Gleichzeitig haben sie den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller einheimischen Beerenfrüchte überhaupt. Im Sommer frisch erhältlich, den Rest des Jahres als Tiefkühlfrucht in jedem Supermarkt.
Alltagstipp: Schwarze Johannisbeeren tiefgekühlt das ganze Jahr in Smoothies oder auf dem Porridge verwenden. Ein unterschätzter basischer Allrounder direkt aus der Region.
Rote Johannisbeere (frisch)
PRAL −5,3Die rote Johannisbeere steht ihrer schwarzen Schwester kaum nach: PRAL −5,3, säuerlich im Geschmack und trotzdem klar basisch. Sie ist eine typische Gartenbeere, im Hochsommer frisch zu haben und sonst tiefgekühlt. Mit 3,5 g Ballaststoffen je 100 g bringt sie mehr davon mit als Apfel oder Banane.
Alltagstipp: Rote Johannisbeeren tiefgekühlt in den Smoothie oder frisch über das Müsli geben. Ihre Säure bringt Frische in jeden Obstsalat.
Guave (frisch)
PRAL −5,1Guave ist in Südeuropa und den Tropen eine Alltagsfrucht und mit PRAL −5,1 klar basisch. In deutschen Supermärkten ist sie mittlerweile gut erhältlich, vor allem in den wärmeren Monaten. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Der Geschmack ist tropisch-süß mit einer leicht floralen Note. Reife Guaven erkennt man am Duft und an der leichten Nachgiebigkeit beim Drücken.
Alltagstipp: Guave pur essen, Schale und alles, die Schale enthält besonders viele Nährstoffe. Oder in Scheiben mit etwas Limettensaft als erfrischender Snack.
Kiwi (frisch)
PRAL −4,9Die Kiwi liegt das ganze Jahr im Supermarkt und ist mit PRAL −4,9 basischer, als ihr säuerlicher Geschmack vermuten lässt. Mit 71 mg Vitamin C je 100 g gehört sie zu den Vitamin-C-reichsten Früchten im Handel, dazu kommen 3,9 g Ballaststoffe. Im Herbst und Winter, wenn heimische Beeren fehlen, ist sie eine der einfachsten basischen Früchte.
Alltagstipp: Kiwi halbieren und mit dem Löffel auslöffeln, als Snack oder zum Frühstück. Reif ist sie, wenn sie auf leichten Druck nachgibt.
Passionsfrucht (frisch)
PRAL −4,7Passionsfrüchte sind in deutschen Supermärkten ganzjährig erhältlich und mit PRAL −4,7 eine starke basische Option. Ihr Geschmack ist intensiv-fruchtig und tropisch-sauer, aber trotzdem basisch wirkend im Körper. Reife Passionsfrüchte sind leicht runzlig, das ist kein Zeichen von Qualitätsverlust, sondern von Reife.
Alltagstipp: Passionsfrucht halbieren und das Fruchtfleisch direkt mit einem Löffel herausschaben. Über Joghurt, in Smoothies oder als Topping auf dem Frühstück, intensiv im Geschmack und basisch in der Wirkung.
Feige (frisch)
PRAL −4,7Frische Feigen sind im Spätsommer und Herbst in fast jedem Supermarkt erhältlich und schließen das Ranking mit PRAL −4,7 ab. Sie sind reich an Kalium, Kalzium und Ballaststoffen. Getrocknete Feigen sind mit PRAL −17,8 übrigens noch deutlich basischer, weil die Nährstoffe beim Trocknen stark konzentriert werden.
Alltagstipp: Frische Feigen halbieren und pur essen oder auf einem Salat mit Rucola kombinieren. Getrocknete Feigen sind ganzjährig eine der basischsten Snack-Optionen überhaupt.
Alle 10 auf einen Blick
| Rang | Obstsorte | PRAL-Wert pro 100 g |
|---|---|---|
| 1 | Avocado (reif) | −9,9 |
| 2 | Dattel (frisch) | −7,8 |
| 3 | Aprikose (frisch) | −7,2 |
| 4 | Banane (reif) | −6,4 |
| 5 | Schwarze Johannisbeere (frisch) | −5,5 |
| 6 | Rote Johannisbeere (frisch) | −5,3 |
| 7 | Guave (frisch) | −5,1 |
| 8 | Kiwi (frisch) | −4,9 |
| 9 | Passionsfrucht (frisch) | −4,7 |
| 10 | Feige (frisch) | −4,7 |
Hinweis: Der PRAL-Wert wird je 100 g des Lebensmittels angegeben. Je mehr du von einer Sorte isst, desto größer der Effekt auf deine Tagesbilanz.
Wie kombiniere ich diese Obstsorten im Alltag?
Der basischste Morgen-Smoothie
Reife Banane (PRAL −6,4) als cremige Basis, dazu tiefgekühlte schwarze Johannisbeeren (PRAL −5,5), eine getrocknete Dattel (PRAL −13,4) als natürliche Süße und etwas Wasser. Fertig in drei Minuten, und die Tagesbilanz liegt sofort stark im negativen Bereich.
Die basische Brotzeit
Avocado (PRAL −9,9) auf Vollkornbrot, dazu zwei bis drei getrocknete Datteln (PRAL −13,4) als süßen Abschluss. Das Vollkornbrot ist säurebildend, wird aber durch Avocado und Dattel zusammen mehr als ausgeglichen. Eine sättigende, basische Mahlzeit in unter fünf Minuten.
Das basische Dessert
Kiwi in Scheiben, dazu frische oder tiefgekühlte schwarze Johannisbeeren. Beides im Ranking, beides basisch stark, zusammen ein Dessert ohne Aufwand. In der Herbst- und Wintersaison, wenn es kaum frische Beeren gibt, eine der besten Optionen.
Was ist mit Apfel, Erdbeere, Mango und Co.?
Diese Klassiker des deutschen Obstkorbs schaffen es mit ihren PRAL-Werten nicht ins Top-10-Ranking, weil andere Sorten stärker sind. Sie sind aber ausnahmslos basisch und täglich empfehlenswert:
| Obstsorte | PRAL-Wert |
|---|---|
| Papaya (frisch) | −4,5 |
| Honigmelone (frisch) | −4,4 |
| Holunderbeere (frisch) | −4,1 |
| Zitrone (frisch) | −4,0 |
| Granatapfel (frisch) | −3,8 |
| Süße Kirschen (frisch) | −3,7 |
| Rote Trauben (frisch) | −3,5 |
| Pfirsich (frisch) | −3,4 |
| Mango (reif) | −3,3 |
| Erdbeere (frisch) | −3,0 |
| Khaki / Persimone (frisch) | −3,0 |
| Orange (frisch) | −2,8 |
| Himbeere (frisch) | −2,7 |
| Ananas (frisch) | −2,6 |
| Grapefruit (frisch) | −2,6 |
| Brombeere (frisch) | −2,4 |
| Mandarine (frisch) | −2,3 |
| Birne (frisch) | −2,3 |
| Apfel (frisch) | −1,9 |
| Heidelbeere (frisch) | −1,3 |
Alle diese Sorten sind basisch und können bedenkenlos täglich gegessen werden.
Welche Lebensmittel generell in die basische Ernährung passen: Was kann man bei basischer Ernährung essen?
Was man lieber reduziert: Was sollte man bei basischer Ernährung nicht essen?
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Fazit: Auch der gewöhnliche Obstkorb ist basisch
Avocado, Dattel, Aprikose und Banane führen das Ranking der alltagstauglichen Sorten an. Wer es saisonaler mag, findet in Johannisbeere, Feige und Kiwi starke basische Alternativen je nach Jahreszeit. Und wer beim Apfel und der Erdbeere bleibt, ist ebenfalls auf der richtigen Seite: Alle Obstsorten in dieser Liste haben negative PRAL-Werte und verbessern die Tagesbilanz.
Obst ist kein Feind der basischen Ernährung. Es ist einer ihrer verlässlichsten Verbündeten.