Zurück zum Blog
Basenfasten Plan Rezepte

Basenfasten: 7-Tage-Plan mit Rezepten, Einkaufsliste und PRAL-Werten

B

Basentracker Team

Basenfasten: 7-Tage-Plan mit Rezepten, Einkaufsliste und PRAL-Werten
Direkte Antwort

Basenfasten heißt: ein bis zwei Wochen ausschließlich basische Lebensmittel essen, also Gemüse, Obst, Kartoffeln, Kräuter, Nüsse in Maßen, dazu Wasser und Kräutertee. Kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, kein Käse, kein Getreide, kein Zucker, kein Alkohol, kein Kaffee. Es ist kein Fasten im Sinne von Hungern: Du isst dich satt, nur eben einseitig. Der Plan unten liefert sieben Tage mit gerechneten PRAL-Werten; jeder Tag liegt zwischen −64 und −108. Nach der Woche kehrst du zu einer Ernährung zurück, in der Eiweiß wieder vorkommt, mit mehr Gemüse als vorher.


Was Basenfasten ist, und was es nicht ist

Basenfasten ist eine zeitlich begrenzte Kur: eine Woche, höchstens zwei, in der du fast nur Lebensmittel mit negativem PRAL-Wert isst. Die Tagesbilanz landet damit weit im Minus. Der Körper scheidet in dieser Zeit deutlich weniger Säure aus, die Kaliumzufuhr ist hoch, die Eiweißzufuhr niedrig.

Was es nicht ist: Heilfasten (du isst normale Mengen), eine Entgiftung (der Körper entgiftet über Leber und Niere, nicht über Gemüse) und keine Dauerernährung (ohne Eiweiß baut der Körper nach zwei Wochen Muskeln ab). Ehrlich eingeordnet ist Basenfasten eine Woche sehr gemüsereicher, pflanzlicher Kost mit einem guten Nebeneffekt: Danach fällt es leichter, dauerhaft mehr Gemüse zu essen, weil du gelernt hast, wie das geht.

⚠️ Für wen Basenfasten nichts ist

Schwangere und Stillende, Kinder, Menschen mit Essstörungen, Diabetiker unter Medikation und Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion (hohe Kaliumzufuhr) sollten nicht basenfasten, oder nur nach Rücksprache. Wer Medikamente nimmt, klärt die Woche vorher mit dem Arzt.


Die Regeln in einer Tabelle

Erlaubt Gestrichen für die Dauer der Kur
Alle Gemüsesorten, roh und gekocht Fleisch, Wurst, Fisch, Meeresfrüchte
Kartoffeln, Süßkartoffeln Eier
Alles Obst, frisch und getrocknet Käse, Quark, Joghurt, Milch
Kräuter, Gewürze, Knoblauch, Ingwer Brot, Nudeln, Reis, Haferflocken, Müsli
Haselnüsse, Mandeln, Esskastanien (eine Handvoll am Tag) Hülsenfrüchte, Tofu (leicht säurebildend, deshalb erst nach der Kur wieder)
Olivenöl, Leinöl, Kokosöl Zucker, Süßigkeiten, Gebäck
Wasser, Kräutertee, verdünnte Säfte, Gemüsesaft Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Limonade
Zitrone, Apfelessig, Balsamico Fertigprodukte, Fast Food

Kaffee ist nach PRAL leicht basisch (−2,3) und wird in den meisten Kuren trotzdem gestrichen, aus Gründen der Verträglichkeit und weil die Woche ohnehin ein Neustart ist. Wer ohne nicht kann, trinkt eine Tasse schwarz; die Bilanz leidet nicht darunter.

Mandeln sind nach PRAL säurebildend (+10,5), anders als Haselnüsse (−3,2) und Esskastanien (−19,3). Klassische Basenfasten-Listen führen sie trotzdem, und im Plan bleiben sie bei einer Handvoll von 15 bis 40 g (+1,6 bis +4,2); die Tagesbilanz bleibt damit weit im Minus. Wer streng nach PRAL fastet, nimmt Haselnüsse statt Mandeln.


Der 7-Tage-Plan

Alle Mengen für eine Person. Die PRAL-Werte sind aus der Basentracker-Datenbank gerechnet; die Kalorien stehen jeweils dabei. Die Tage liegen bei etwa 1.400 bis 1.550 kcal, Tag 7 bei knapp 1.200 kcal. Das ist bewusst unter dem Bedarf eines Erwachsenen (etwa 1.800 bis 2.000 kcal für Frauen, 2.200 bis 2.500 kcal für Männer bei wenig Bewegung), aber weit genug von einer Hungerkur entfernt; wer körperlich arbeitet oder Sport treibt, vergrößert die Kartoffel- und Nussportionen. Deshalb nicht länger als zwei Wochen.

Tag 1

FrühstückObstteller mit Mandeln

−7,4 stark basisch
448 kcal

MittagOfenkürbis mit Kartoffeln

−28,2 stark basisch
439 kcal

ZwischendurchBanane und Haselnüsse

−8,6 stark basisch
295 kcal

AbendGroßer Salat mit Avocado

−31,3 stark basisch
354 kcal

Tag 2

FrühstückGrüner Smoothie

−16,6 stark basisch
278 kcal

MittagKartoffel-Spinat-Pfanne

−48,4 stark basisch
459 kcal

ZwischendurchApfel, Datteln, Haselnüsse

−9,2 stark basisch
430 kcal

AbendGemüsesuppe

−33,3 stark basisch
Mit 600 ml Wasser püriert 382 kcal

Tag 3

FrühstückMelone mit Datteln und Mandeln

−16,5 stark basisch
389 kcal

MittagSüßkartoffel mit Brokkoli und Avocado

−29,0 stark basisch
537 kcal

ZwischendurchBanane und Datteln

−13,0 stark basisch
237 kcal

AbendRote-Bete-Carpaccio mit Rucola

−12,1 stark basisch
Falls Rote Bete verfügbar: 150 g dazu 364 kcal

Tag 4

FrühstückBratapfel mit Zimt

−9,1 stark basisch
409 kcal

MittagRatatouille mit Kartoffeln

−40,1 stark basisch
493 kcal

ZwischendurchBanane und Mandeln

−4,5 basisch
258 kcal

AbendFenchel-Orangen-Salat mit Avocado

−27,6 stark basisch
347 kcal

Tag 5

FrühstückBeeren mit Kokosjoghurt

−4,1 basisch
Kokosjoghurt ist die einzige erlaubte Joghurt-Alternative (−1,1) 324 kcal

MittagKürbissuppe mit Ingwer

−26,6 stark basisch
373 kcal

AbendOfengemüse

−29,4 stark basisch
441 kcal

ZwischendurchApfel und Haselnüsse

−3,9 basisch
287 kcal

Tag 6

FrühstückObstsalat mit Zitrone

−15,4 stark basisch
215 kcal

MittagBlumenkohl-Kartoffel-Curry

−37,7 stark basisch
680 kcal

ZwischendurchBanane und Mandeln

−4,5 basisch
258 kcal

AbendTomaten-Gurken-Salat mit Avocado

−29,5 stark basisch
368 kcal

Tag 7

FrühstückDatteln, Birne, Walnuss-frei

−7,4 stark basisch
356 kcal

MittagKartoffelstampf mit Grünkohl

−44,2 stark basisch
491 kcal

ZwischendurchApfel

−2,9 basisch
87 kcal

AbendGemüsesticks mit Guacamole

−27,7 stark basisch
241 kcal

Zwischendurch bei Hunger: ein Stück Obst, eine Handvoll Haselnüsse oder Mandeln, Gemüsesticks, ein Glas verdünnter Karottensaft. Trinken: zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee am Tag.


Einkaufsliste für die Woche

Gemüse: 2,5 kg Kartoffeln, 1 kg Süßkartoffeln, 1 Hokkaido, 1 Butternut, 500 g Spinat, 300 g Grünkohl, 1 Brokkoli, 1 Blumenkohl, 300 g Rosenkohl, 1 kg Karotten, 1 kg Tomaten, 3 Gurken, 4 rote Paprika, 2 Zucchini, 1 Aubergine, 1 Fenchel, 1 Lauch, 1 Staudensellerie, Feldsalat, Rucola, Kopfsalat, 3 Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer.

Obst: 12 Bananen, 10 Äpfel, 2 Birnen, 1 Honigmelone, 1 Mango, 2 Kiwi, 2 Orangen, 3 Zitronen, 300 g Heidelbeeren, 100 g Himbeeren, 250 g Datteln, Rosinen.

Sonstiges: 200 g Mandeln, 200 g Haselnüsse, Mandelmus, Olivenöl, Balsamico, Kokosmilch, Kokosjoghurt, 5 reife Avocados plus 1 für Guacamole, Kräuter (Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Thymian), Curry, Zimt, Muskat, Kräutertee.


Was du in der Woche erwarten kannst

Tag 1 bis 3: Wer viel Kaffee getrunken hat, bekommt Kopfschmerzen, das ist Koffeinentzug, keine „Entgiftung”. Viel trinken hilft. Der Hunger auf Brot und Käse ist real und lässt nach dem dritten Tag nach.

Tag 3 bis 5: Die meisten fühlen sich leichter, teils wegen des Wasserverlusts (weniger Salz, weniger Kohlenhydratspeicher), teils weil das Volumen an Gemüse sättigt, ohne zu belasten. Die Verdauung wird aktiver, so viele Ballaststoffe sind für viele ungewohnt.

Tag 5 bis 7: Der Geschmack verschiebt sich. Obst schmeckt süßer, Gemüse intensiver. Das ist der eigentliche Gewinn der Woche: Du merkst, dass dir Gemüse schmeckt, wenn es die Hauptsache ist.

Nicht zu erwarten: dauerhafter Gewichtsverlust (das verlorene Wasser kommt zurück), Heilung von irgendwas, ein anderer Blut-pH. Was bleibt, wenn du es zulässt: eine Ernährung, in der Gemüse und Kartoffeln den Teller dominieren und Käse die Ausnahme ist.

Warum Käse der größte Säurebildner ist und Kaffee nicht: Ist das basisch?. Was nach der Kur eine dauerhaft ausgewogene Ernährung ausmacht: Was ist basische Ernährung?.


Nach der Woche: so geht es weiter

Der häufigste Fehler ist, am achten Tag mit Käsebrötchen und Salami zu „feiern”. Besser: Eiweiß zurückholen, aber dosiert, und die Gewohnheiten der Woche behalten.

Tag 8, BeispielLinsen-Gemüse-Pfanne mit Kartoffeln

−20,3 stark basisch
Hülsenfrüchte zuerst, dann Fisch, dann Fleisch 500 kcal

Reihenfolge der Rückkehr: erst Hülsenfrüchte und Tofu, dann Fisch und Eier, dann Fleisch, zuletzt Käse. Wer dabei die Portionen klein hält (100 g Fleisch, 30 g Käse) und das Gemüse auf dem Niveau der Fastenwoche lässt, bleibt in einer Tagesbilanz um null, und genau das ist das Ziel.


Häufige Fragen

Nehme ich beim Basenfasten ab? Ein bis drei Kilo in der Woche, davon der größte Teil Wasser. Wer danach weiter überwiegend Gemüse isst, hält einen Teil; wer zum alten Muster zurückkehrt, nicht.

Brauche ich Basenpulver zum Basenfasten? Nein. Die Lebensmittel der Woche liefern mehr Kalium, Magnesium und Kalzium, als jedes Pulver enthält. Pulver ist in der Kurwoche überflüssig und bei Nierenproblemen riskant.

Darf ich Sport machen? Leichter Sport ja: Gehen, Radfahren, Yoga, Schwimmen. Intensives Krafttraining passt nicht in eine Woche ohne Eiweiß; das verschiebst du.

Kann ich Basenfasten auch nur drei Tage machen? Ja, als Einstieg sinnvoll. Drei Tage reichen, um den Mechanismus zu verstehen, die Gewöhnung an mehr Gemüse braucht aber eher die ganze Woche.

Welche Nebenwirkungen hat Basenfasten? In den ersten zwei bis drei Tagen oft Kopfschmerzen (Koffeinentzug, weniger Salz), Müdigkeit und Hunger auf Brot und Käse. Blähungen durch die ungewohnte Menge Gemüse sind normal und legen sich. Wer Schwindel oder Herzrasen spürt, trinkt und salzt etwas mehr; wer Medikamente nimmt, spricht vorher mit der Praxis. Nicht geeignet in Schwangerschaft, Stillzeit, bei Essstörungen, Untergewicht und schwerer Nierenerkrankung.

Wie lange sollte man Basenfasten? Sieben Tage sind der übliche Rahmen, drei Tage der Einstieg, vierzehn Tage das Maximum ohne Eiweißquelle. Länger ist nicht sinnvoller, weil die Eiweißzufuhr dann zu niedrig wird; ab der dritten Woche gehört eine Eiweißquelle (Hülsenfrüchte, Joghurt, Fisch) zurück auf den Teller.

Was frühstückt man beim Basenfasten? Obst mit Nüssen, Hirse- oder Buchweizenbrei mit Apfel und Zimt, Gemüsesticks mit Avocado, oder ein grüner Smoothie aus Spinat, Banane und Wasser. Haferflocken sind nach PRAL leicht säurebildend (+6,8) und werden in strengen Kuren weggelassen, in milden Varianten bleiben sie als kleine Portion drin. Mehr Ideen im Artikel Basisches Frühstück.

Darf ich beim Basenfasten Kaffee trinken? Nach PRAL ist Kaffee leicht basisch (−2,3 je 100 ml) und spricht nicht gegen die Kur. Strenge Konzepte streichen ihn trotzdem, weil es um Gewohnheiten geht. Praktikabel: eine Tasse am Morgen behalten, das vermeidet den Entzugskopfschmerz; ab Tag drei fällt der Verzicht leichter.

Wie oft im Jahr? Ein- bis zweimal. Wer öfter das Bedürfnis hat, isst dazwischen zu säurelastig; dann ist die Dauerernährung das Thema, nicht die Kur.


Kostenlos & werbefrei

Die Fastenwoche mitschreiben, ohne zu rechnen.

Trag die Mahlzeiten ein und sieh, wie weit der Tag im Minus liegt. Und nach der Woche: ob der Käse wieder die Oberhand gewinnt.

Jetzt kostenlos herunterladen

Kostenlos im Google Play Store · Android

Fazit

Basenfasten ist eine Woche Gemüse, Obst und Kartoffeln mit einem klaren Ende. Es heilt nichts und entgiftet nichts, aber es setzt einen Maßstab: So viel Gemüse geht, und es schmeckt. Der Plan oben ist satt, günstig und ohne Pulver. Was zählt, ist der achte Tag.